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Die erste Festung wurde 474 v.Chr. von dem Griechen Hieron
I. aus Syrakus erbaut, der den Cumanern im Krieg gegen die
Tyrrhener zu Hilfe geeilt war. Es wurden unter anderen hohe
Türme für die Überwachung der feindlichen Schiffe
errichtet. Nach dem Krieg behielt Hieron die Insel.

Sie wurde dann von den Parthenopeiern besetzt. Im Jahre 326
v. Chr. nahmen die Römer von ihr Besitz, dann wiederum
die Parthenopeier. Die Plünderungen und die lange Herrschaft
der Westgoten, Vandalen, Ostgoten, Araber, Normannen, Hohenstaufen
und Anjou veränderten die alte Festung Hierons völlig.

Der letzte Ausbruch des Berges Epomeo im Jahre 1301 zerstörte
die Stadt Geronda, die sich dort erhob, wo sich heute der
Pinienhain erstreckt; die Bevölkerung flüchtete
auf die kleine Insel der Festung. Im Jahre 1441 baute Alfons
von Aragonien die alte Burg der Anjou wieder auf, verband
die kleine Insel mit der größeren durch eine künstlich
geschaffene Brücke und ließ starke Mauern und Befestigungswerke
errichten, in denen fast die ganze Bevölkerung Ischias
Zuflucht und Schutz vor den Einfällen der Seeräuber
fand.

Am Anfang des 18Jh. beherbergte die Felsenburg 1892 Familien,
darüber hinaus das Kloster der Klarissen, die Abtei der
Basilianer aus Griechenland, den Bischof mit dem Kapitel und
dem Seminar, den Fürsten mit der Garnison. Es gab 13
Kirchen, von denen 7 Pfarrkirchen waren. Um 1750, nachdem
die Gefahr der Seeräuber beendet war, suchte die Bevölkerung
sich bequemere Wohnsitze in den verschiedenen Gemeinden der
Insel Ischia.

1809 belagerten die Engländer die Felsenburg, welche
im Besitz der Franzosen war, und beschossen sie mit Kanonen
bis zur fast völligen Zerstörung. 1823 schickte
der König von Neapel die letzten 30 Bewohner fort und
machte aus der Burg einen Ort für Strafgefangene. 1851
wurde es zum politischen Gefängnis und später zu
einem Zwangsaufenthaltsort.
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